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ORIS: MAKING TIME

Jede Minute zählt

 

Heute geniesst die Herkunft eines Produkts einen hohen Stellenwert. Woher stammt es? Wer hat es wie hergestellt? Fragen, die wichtiger sind denn je. Oris ist seit jeher im Schweizer Dorf Hölstein an den Ausläufern des Schweizer Jura ansässig.

 

Die Uhrenfabrik wurde 1904 an eben jenem Standort von den beiden Uhrenpionieren Paul Cattin und Georges Christian gegründet. Sie kauften die kurz zuvor geschlossene Uhrenfirma Lohner & Co und begannen damit, sich einen Namen für hochwertige, industriell gefertigte, hochfunktionelle Uhren zu vernünftigen Preisen zu machen.

 

Ihr neues Unternehmen, das sie nach einem nahegelegenen  Bach benannten, wuchs rasant. Im Jahr 1911 war Oris mit 300 Mitarbeitern bereits der größte Arbeitgeber im Ort. Neben Arbeitsplätzen baute Oris mit dem Ziel, talentierte Arbeitskräfte aus etablierten Uhrmacherzentren wie Genf anzuziehen, Wohnhäuser für seine Beschäftigen. Mitte der 1920er-Jahre exportierte Oris seine Uhren in alle Welt.

 

Auf Georges Christian folgte nach dessen Tod 1927 Jacques David LeCoultre, der Enkel von Antoine LeCoultre und Wegbereiter der Fusion von LeCoultre mit Jaeger LeCoultre im Jahr 1937. Ein Jahr später übernahm Christians Schwager Oscar Herzog den Posten als  Oris Geschäftführer - einen Posten, den er bis 1971 bekleiden sollte. 1934 sahen sich Oris und Herzog mit einer schwerwiegenden Entscheidung der Schweizer Regierung konfrontiert: Das so genannte "Schweizer Uhrenstatut" untersagte es Unternehmen, ohne Genehmigung neue Technologie einzuführen. Oris war daraufhin trotz neuer Ideen gezwungen, an der veralteten Roskopf-Stiftankergennzung festzuhalten.

 

Die Ambition des Unternehmens waren dennoch ungebrochen. 1938 kamen die erste selbst entwickelte Hemmung und die Big Crown auf den Markt, eine Uhr mit übergrosse Krone für behandschuhte Piloten. Das Design schrieb Geschichte und prägt auch die aktuelle Oris Big Crown Kollektion.

 

Im Zweiten Weltkrieg kam der Vertrieb von Oris Uhren zu Erliegen, woraufhin Oris seinen Schwerpunkt auf hochwertige Wecker einschliesslich eines Modells mit einer 8-Tage-Gangreserve verlegte.

Trotz des weiterhin verbindlichen Schweizer Uhrenstatuts, liessen sich die kunstfertigen Oris Ingenieure nicht beirren die Stiftankerhemmung weiterzuentwickeln. 1945 erhielt das Unternehmen dafür schliesslich vom unabhängigen Bureau Officiel de Contrôle de la Marche des Montres die erste von über 200 Auszeichnungen.

 

Die 1950er- und 1960er-Jahre gehörten zu den erfolgreichsten Jahrzehnten in der Geschichte des Unternehmens, dessen Renommee stetig wuchs. Abgesehen von Zeigern, Spiralfedern und Schmucksteinen wurden alle Komponenten sowie viele der benötigten Werkzeuge in den eigenen Ateliers hergestellt. 1952 führte Oris mit dem Kaliber 601 das erste eigene Automatikwerk ein. 

1956 beauftragte Oscar Herzog den jungen, brillanten Anwalt Dr. Rolf Portmann mit der Aufgabe, die Aufhebung des Schweizer Uhrenstatuts zu erwirken. Zehn Jahre später war dieses Unterfangen geglückt, woraufhin Oris Ankerhemmung entwickeln durfte. Zwei Jahre später wurde die Genauigkeit des Kalibers 652 als erstes Oris Uhrwerk überhaupt von unabhängiger Stelle mit einem Chronometerzertifikat bestätigt. Bis zum Ende des Jahrzehnts war die Zahl der Mitarbeiter auf 800 und die der jährlich gefertigten Uhren auf 1,2 Millionen angewachsen.

Dann brach in den 1970er eine für die Schweizer Uhrenindustrie bekanntermassen schwierige Zeit an. Aufgrund des enormen Zuflusses billiger Quarzwerke aus Fernost schien die Herstellung mechanischer Uhren dem Untergang geweiht. Am Ende des Jahrzehnts wurde Oris als Schatten seiner selbst vom Uhrenkonzern ASUAG übernommen.

 

Es war jedoch nicht alles verloren. Dr. Rolf Portmann und Ulrich W. Herzog gelang 1982 Management-Buyout. Gemeinsam mit den wenigen verbliebenen Mitarbeitern gingen sie die Neuausrichtung an. Unabhängigkeit und mechanische Innovationen waren dabei die Grundpfeiler. 1984 führte Oris mit dem Pointer Calendar eine legendäre Komplikation ein, die erstmal bei der Big Crown von 1938 anzutreffen war. 1988 folgte eine mechanische Weckerfunktion. Anfang der 1990er-Jahre stellte Oris den World Timer, die weltweit erste mechanische Uhr, die über einen Plus- bzw. Minusknopf am Gehäuse in 1-Stunden-Schritten vor- bzw. zurückgestellt werden konnte. 

Um die Jahrtausendwende stand Oris wieder auf sicheren Beinen und brachte Uhren zu den Themenwelten Kultur, Tauchen, Aviatik und Motorsport mit weiteren selbst entwickelten Innovationen wie dem Quick-Lock-Kronensystem von 2004 und dem Rotation Safety System von 2008 heraus.

 

Zum 110. Jubiläum führte Oris 2014 mit dem Kaliber 110 des erste hausintern entwickelte Uhrwerk seit den späten 1970ern ein. Dessen Nachfolger Kaliber 111 und 112 sowie das aktuelle 113 zeichnen sich durch eine einmalige Kombinationen rund um eine 10-Tage-Gangserve und eine nichtlineare Gangreserveanzeige aus.  

 

Heute eilt Oris von Erfolg zu Erfolg und hält an der Philosophie der Gründer fest. Oris stellt hochwertige und industriell gefertigte Uhren zu vernünftigen Preisen her. In der 113-jährigen Geschichte hat sich im Unternehmen vieles geändert, doch gerade in diesem Punkt ist es sich treu geblieben.

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