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Breitling's Geschichte durch 20 Ikonic-Uhren

Breitling wurde in 1884 gegründet. Der Unternehmen baut neben Zeitmessern für Piloten auch Taucher-, Kalender- und Weltzeituhren. 

 

Wir werfen einen Blick auf Entwicklungsweg von 1884 durch 20 Ikonic Uhren

 

1915: CHRONOGRAPH beim abgebildeten Modell war die Werbung für weltweit ersten Armbandchronographen mit separatem Drücker. Am Anfang des 20. Jahrhunderts befanden sich die Bedienelemente meisten bei der 12. Der in die Krone intergrierte Drücker für Start, Stopp und Nullstellung war an der Tagesordnung. Die räumlichen Trennung von Aufzugskrone und Drücker gehört Breitling. 1934 führte Breitling einen zweiten Drücker ein, damit der Stoppvorgang unterbrochen und später fortgesetzt wurde

1941: CHRONOMAT enstand Chronomat, der auf eier Patentschrift basierte. Die Schutzschrift hatte Nummer 217012. Mit der Chronomat wurde vielerlei Messungen und mathematische Operationen erleichtert: von Multiplikationen, Divisionen, Dreisätzen bis Umrechnen von Geschwindigkeits- Entfernungseinheit. In der Uhr wurder Kaliber 175 von Venus benutzt. Besonders war für Fußballsfans über einen 45 Minuten Zähler erfreut. 

1942CHRONOMAT MONDPHASE  Zur Basler Uhrenmesse des Jahres 1944 präsentierte Breitling den Duograph, die den von Venus neu entwickelten Kaliber 179 mit nur 31,6mm Durchmesser und 7,2mm Höhe benutzte. Die Addition des Schleppzeigermechanismus versteuerte den einfachen Chronograph um cira 50%. Der patentierte Kronen-Dücker für den Schleppzeiger war ein Besonderheit.

1944: DUOGRAPH ein Jahr nach dem Erfolg von Chronomat, erweiterte Breitling neue Variante mit einer Mondphasenindikation bei der Zwölf. Der Handaufzugskaliber 184 besaß auserdem ein konzentrisch dazu angeordnetes Zeigerdatum wie einen 12-Stunden-Zähler.


1945: Breitling stellte sich den Chronograph DATORA mit dem montierten Vollkalendarium vor, die nur 35mm Gehäusedurchmesser. 

1946: lancierte das weibliche Modell QUADRA mit einem nur 26x26mm kleinen Gehäuse, dessen Kaliber 69 DX von Valjoux intergriert wurde.


1951: die UNITIME: die keinen Chronographen, sondern einer Weltzeitanzeige vorweisen konnte. Das benutzte Basiswerk Kaliber 711 stammte von Felsa

1952: Navitimer - "ein persönliches Bordinstrument" für Piloten, die schwierigen Aufgabe mit Koordination von Zeit und Navigation ausüben. Der Handaufzugskaliber Vernus 178 erleichterte diesen Job. 


 

1954: Fliegerchronograph Das, was Breitling für Piloten präsentierte, unter- schied sich in nahezu jeder Hinsicht von Chronomat und Navitimer: Sachlichkeit bestimmte das Design von Gehäuse und Zi erblatt. Die Produktgestalter hatten bei ihrer Arbeit hohen Wert auf zweifelsfreie Ablesbarkeit gelegt. Daher fand sich auf dem schwarzen Zi erblatt mit großen Leuchtzi ern nur das Notwendige. Beson- ders ins Auge stach der Zi erblattausschnitt bei der Drei: Es handelte sich nicht um ein Fensterdatum, sondern um einen digitalen Minutentotalisator, der maximal 15 Mi- nuten zählte. Zu den Ausstattungsmerkmalen gehörte ferner eine Drehlünette, graduiert in zwölf Stunden. Sie war zum schnellen Einstellen einer zweiten Zonenzeit gedacht oder als Merkhilfe für anstehende Termine. Spä- ter wurde aus dieser Uhr der sogenannte Co-Pilot. Breit- ling verwendete für diese Armbanduhr ein modi ziertes Venus 178 mit Handaufzug. 

 

1962: Navitimer Cosmonaute Am 24. Mai 1962 schoss eine Rakete den amerikani- schen Astronauten Scott Carpenter ins All, der die Erde anschließend in der Kapsel Aurora 7 dreimal umrun- dete. Am Handgelenk begleitete ihn ein stählerner Navi- timer Cosmonaute. Bei dieser Armbanduhr mit einem speziell für Breitling umgebauten Handaufzugskaliber Venus 178 drehte sich der Stundenzeiger einmal pro 24 Stunden um das Zi erblatt. An der hilfreichen Rechen- scheibe beispielsweise zur Umrechnung von Land- und Seemeilen in Kilometer änderte die modi zierte Stun- denanzeige nichts. Der Navitimer indizierte Halte- und Fehlzeiten, erleichterte die Aufstellung von Navigations- plänen, gestattete die Berechnung des Zeitpunkts für den nächsten Funkruf oder des Treibsto verbrauchs und diente der Bestimmung des Standorts oder der Richtung. Kurzum: Er war ein universell nutzbares In- strument für Piloten. 


 

1967: Neue DATORA. Auch Breitling konnte sich den Strö- mungen des Zeitgeists in den 1960er Jahren nicht entziehen. Zwar ver- schwanden runde Zeitmesser nicht ganz von der Bild äche, aber ein Trend hin zu gerader oder nur leicht geschwungener Linienführung war nicht zu übersehen. Neben quadrati- schen und rechteckigen Gehäusen kam auch die gute alte Kissenform zu neuen Ehren – angepasst an die tech- nischen Möglichkeiten dieser Ära. Ra nesse in Form von geschnitte- nen Ecken und Kanten bereicherte das Geschehen. Breitling setzte 1967 auf eine Synthese aus Kissen und Rund. Automatikwerke mit Stopp- funktion gab es damals noch nicht. Deshalb musste die Zugfeder des Kalibers 730 mit 45-Minuten-Zähler und Datumsfenster täglich manuell gespannt werden. Am äußeren Rand des Zi erblatts mit aufgesetzten Stundenindexen befanden sich eine Pulsometer- und eine Tachymeter- skala. 

 

1968: SUPER OCEAN Schaltradgesteuerte Chronographenwerke sind eine kostspielige Angelegenheit. Davon wusste auch Breitling in den 1960er Jahren ein Lied zu singen. Insbesondere die jüngere Klientel störte sich an den vergleichsweise hohen Preisen der damit ausgestatteten Uhrwerke. Zum Glück hatte der Rohwerkelieferant Venus das 14-linige Handaufzugskaliber 188 im Programm. Dessen Funk- tionen entsprachen den klassischen Säulenradkonstruk- tionen, aber eine Schaltkulisse reduzierte die Ferti- gungskosten. Von diesem Uhrwerk assemblierte Breit- ling in Montbrillant größere Mengen. Zur Rationalisie- rung dieses Vorgangs installierte das Unternehmen ein Fließband mit sechs aufeinander folgenden Arbeitsstel- len. Auf diese Weise konnten gleichzeitig 100 Werke zu- sammengebaut werden. Das Venus 188 fand sich unter anderem im professionellen, bis 200 Meter Tauchtiefe wasserdichten Taucherchronographen Superocean, mit dem sich lediglich die Sekunden, nicht aber die Minuten und Stunden stoppen ließen. Perfekte Ablesbarkeit bei schummrigen Lichtverhältnissen in den Tiefen der Meere wurde bei der Gestaltung von Zi erblatt und Zeigern großgeschrieben. Natürlich konnten Taucher die Lünette mit Minutenteilung drehen. 


 

1969: CHRONO-MATIC. Die zweite Häl e der 1960er Jahre brachte eine spürbare Absatzkrise bei Chronographen. Eben jener wollten Breitling und der Konkurrent Heuer durch einen Stop- per mit Selbstaufzug begegnen. Zusammen mit Büren Watch und Dubois Dépraz nahm das Abenteuer 1965 durch Unterzeichnung des Vertrags zum „Projekt 99“ seinen Lauf. Büren kam wegen seiner Mikrorotor-Erfah- rung als Werkelieferant zum Zuge. Allein solche Kaliber gestatteten die rückwärtige und damit servicefreundli- che Montage des speziell entwickelten Chronographen- moduls, denn die kleine Schwungmasse war den beiden Wellen für die Totalisatoren nicht im Weg. Außerdem lag der Datumsring direkt unter dem Zi erblatt. Die mo- dulare Bauweise ermöglichte ferner eine linksseitige An- ordnung der Krone als weithin sichtbares Zeichen des Selbstaufzugs. Breitling und Heuer kümmerten sich um Design, Zi erblätter, Gehäuse und sonstige Komponen- ten. Im Frühjahr 1968 standen erste Prototypen des Kali- bers 11 mit 19800 Halbschwingungen pro Stunde zur Verfügung. Die Premiere des weltweit ersten Automa- tikchronographen mit Planetenrotor fand am 3. März 1969 zeitgleich in Genf und New York statt. Die Unter- nehmung hatte bis dahin rund eine halbe Million Schweizer Franken verschlungen. 

 

In den frühen 1980er Jahren besaßen Quarzarmband- uhren bei Breitling einen hohen Stellenwert. Trotzdem sollte in Grenchen der Beweis geführt werden, dass sich das Unternehmen, nun im Eigentum der Familie Schnei- der, weiterhin auf mechanische Chronographen ver- stand. Der Blick in die Archive förderte den altbewähr- ten Namen „Chronomat“ zutage. Also lag es nahe, den 100. Firmengeburtstag mit einem Mechanik-Comeback zu zelebrieren. Wegen seiner herausragenden Eigen- scha en erkoren die Piloten der „313. Gruppo Addestra- mento Acrobatico“ der italienischen Lu wa e, besser bekannt als die Lu akrobatikgruppe „Frecce Tricolori“, den tickenden Newcomer zu ihrer Dienstuhr. Die Ent- scheidung, der sich Chronographenfans in aller Welt zü- gig anschlossen und den neuen Chronomat rasch zum Breitling-Leader machten, ist leicht nachvollziehbar: Lü- nettenreiter erhöhen die Gri gkeit und schützen das Sa- phirglas vor Stößen. Diejenigen bei 15 und 45 Minuten lassen sich vertauschen. Dadurch können Zeitintervalle vorwärts oder rückwärts gemessen werden. Die Schale mit doppelt gesicherter Aufzugskrone ist wasserdicht bis 100 Meter. Beim Automatikkaliber Valjoux 7750 wurden verschiedene Teile im Hinblick auf hohe Belastbarkeit optimiert. 


 

1995: EMERGENCY. Die Entwicklung der Emergency basierte auf einer Ko- operation mit Pro s, denn diese Armbanduhr mit elek- tronischem Innenleben sollte im Notfall Leben retten. Zu diesem Zweck stattete Breitling den Titanboliden mit au lappbarer Schale mit einem Mikrosender aus, der auf die Flugnotruf-Frequenz von 121,5 Megahertz ein- gestellt war. Gesendet wurde im Notfall über eine aus- ziehbare Drahtantenne. Nach der Aktivierung des Sen- ders strahlte dieser im Abstand von 2,25 Sekunden je- weils einen 0,75 Sekunden währenden Impuls aus. Die Reichweite betrug auf achem Terrain 160 Kilometer für ein in 6000 Metern Höhe iegendes Such ugzeug. Der von zwei Lithiumbatterien gespeiste Sender mit 48 Stun- den Betriebsautonomie erleichterte das Aufspüren von Havaristen. Das elektronische Zeitmodul bot eine Hun- dertstelsekunden-Stoppfunktion, Countdown, Alarm und dazu eine zweite Zonenzeit. Die Indikation erfolgte in digitaler Form. Kein Wunder, dass die Kunst ug- sta eln vieler Nationen diese Armbanduhren zur Aus- rüstung ihrer Piloten erkoren. 

 

1998: Breitling B-1.Auch der stählerne Multifunktions- Chronograph B-1 entstand in enger Kooperation mit Berufspiloten. 1998 debütierte der bestausgestattete Zeit- messer der Professional-Linie. Das Instrument besaß neben der analo- gen Zeitanzeige gleich zwei Flüssig- kristall-Displays. Auf diese Weise bot das exklusiv für Breitling entwickelte Quarzkaliber Eta E20 ein breites Funktionsspektrum bestehend aus Alarm, Chronograph mit Zwischen- und Additionszeiten, Countdown, zweiter Zonenzeit mit eigener Alarmfunktion, Universal Time Coordinated (UTC) sowie einem ewigen Kalender. Markante Zeiger und eine spezielle, auch mit Nacht- sichtglas nicht störende Displaybe- leuchtung gewährleisteten ein siche- res Ablesen. Auch den bewährten, mit Hilfe der Drehlünette bedien- baren Rechenschieber hatten die Konstrukteure nicht vergessen. 


 

2002: 50 Jahre Navitimer. Eine Armbanduhr, die sich fünfzig Jahre lang am Markt bewährt, ver- dient eine angemessene Feier. Genau das tat Breitling zum 50. Geburtstag des legendären Navitimer im Jahr 2002. Das Zi erblatt zierte ein altes Logo mit zwei stilisierten Flugzeugen. Ansonsten achtete der bekannte De- signer Eddy Schöpfer bei der Über- arbeitung penibel auf die ursprüngli- chen Gestaltungsmerkmale des Jubi- lars. Das begann beim Rechenschie- ber, und die Hilfszi erblätter waren v-förmig angeordnet wie einst. Durch die Verwendung des modular aufge- bauten Automatikkalibers von Du- bois Dépraz rotierte die kleine Se- kunde allerdings bei der Drei, und der 30-Minuten-Totalisator agierte bei der Neun. Die Unruh vollzog stünd- lich 28 800 Halbschwingungen. Aus diesem Grund nden sich auf dem Zi erblatt zwischen den längeren Se- kundenindexen auch nur drei kleine Striche. Vor der Lieferung musste sich jedes Uhrwerk einer o ziellen Chro- nometerprüfung unterziehen. Erst dann fand es in eines der 41 Millime- ter großen Gehäuse aus Edelstahl, Gelb- oder Weißgold. 

 

2007: Avenger Skyland blacksteel. Bei der Blacksteel-Version des Chro- nographen Avenger Skyland erfuhr rostfreier Edelstahl eine hochresis- tente Veredelung durch Kohlensto . Das Beschichtungsverfahren DLC (Diamond-like Carbon) hatte sich zuvor schon bei der Herstellung chi- rurgischer Instrumente oder im Au- torennsport bewährt. Ferner dient es zur Steigerung der Lebensdauer in- dustriell hergestellter Werkzeuge wie Bohrer oder Fräsen. Diamantähnli- cher Kohlensto ha et auf Edelstahl besonders gut. Lediglich 50 Gehäuse- teile konnte die Manufaktur damals jeden Tag in Empfang nehmen. Des- halb zog einige Zeit in Land, bis die limitierte Serie von 2000 Exemplaren komplett abgearbeitet war. Die fer- tige Hightech-Schale mit einseitig rastender Drehlünette schützte das im Innern tickende Automatikkali- ber bis in eine Tauchtiefe von 300 Metern. 


 

2009: Kaliber 01. Das erste Manufakturwerk war bei Breitling lange er- wartet worden. Pünktlich zum 125-jährigen Bestehen gelangte es 2009 auf den Markt. Das Kaliber 01 mit ei- nem Durchmesser von 30 Millimetern und einer Höhe von 7,2 Millimetern verfügt über einen Rotoraufzug und eine Stoppfunktion. Je ein Wechsel- und Reduktionsge- triebe leiten die erzeugte Energie an das Federhaus wei- ter, das Kra für gut 70 Stunden speichert. Die Chrono- graphensteuerung erfolgt per Schaltrad; Räderwerk und Stopper verbindet auf Knopfdruck eine vertikale Rei- bungskupplung. Das patentierte Selbstzentrierungssys- tem besitzt einen neuartigen Herzhebel zur Nullstellung des Chronographenzeigers und des Minutentotalisators. Im Sinne hoher Servicefreundlichkeit wurde die Teile- zahl auf 346 reduziert. Dem Abstimmen des Gangs auf die unterschiedlichen Tragegewohnheiten der Kunden dient ein innovatives Rückersystem zur Veränderung der aktiven Länge der Unruhspirale. Sie und die Glucy- dur-Unruh oszillieren mit vier Hertz. Ohne das Errei- chen der amtlichen Chronometernorm ndet keines der neuen Uhrwerke in das gründlich überarbeitete Chro- nomat-Gehäuse. 240 Zähne sorgen für feines Rasten der einseitig drehbaren Tauchzeitlünette. Drücker und Krone sind verschraubt. 

 

2012: TRANSOCEAN CHRONOGRAPH UNITIME. Das Modell-Highlight des Jahres 2012 tritt dank seiner Weltzeitanzeige in die Fußstapfen der 1951 lancierten Unitime. Technisch und funktional ist die neue Krea- tion dem historischen Vorbild allerdings haushoch überlegen: Das beginnt bei der Manufakturautomatik mit Chronograph und setzt sich fort in der intelligenten Unterzi erblattmechanik. Für das Ein- und Verstellen der Anzeigen genügt die Krone, die in beiden Drehrich- tungen auf die Kadratur einwirkt. Beim Erreichen des Reiseziels wandert der neue Referenzort zur Zwölf. Im gleichen Atemzug verändern sich auch der zentral ange- ordnete Stundenzeiger, das Datum sowie der 24-Stun- den-Ring. Unangetastet bleiben allein die Zeiger für Minuten und Sekunden. An die Sommerzeit haben die Techniker auch gedacht und Korrekturmöglichkeiten in Form kleiner Sonnen eingefügt. Seinen internationa- len Anspruch untermauert Breitling durch die Möglich- keit, den Städtering in unterschiedlichen Sprachen zu bedrucken. Die 46 Millimeter große, bis zehn Bar druckfeste Weltzeituhr wird wie üblich mit einem o ziellen Chronometerzerti kat geliefert. 


 

Quelle:

- Watchtime.net

- Breitling's Museum